Albertina launcht online-Werkverzeichnis zu Gustav Klimts Zeichnungen
Gustav Klimt: Singende Mädchen. Studien für die frontal Stehende und das Mädchen auf der rechten Seite im Gemälde »Schubert am Klavier«, um 1896, Klimt-Foundation
© Klimt-Foundation, Wien
Gustav Klimt, begnadeter Porträtist und feinsinniger Zeichner, ist eng mit der Albertina in Wien verbunden, verfügt das Museum doch über einen umfangreichen Bestand zu seinem zeichnerischem Œuvre. Seit dem frühesten Zugang im Jahr 1920 wuchs dieser über die Jahrzehnte kontinuierlich an und umfasst heute nahezu 200 Blätter. Darüber hinaus ist die Albertina in Besitz des Gustav-Klimt-Archivs, das Dokumente, Ansichtskarten und Fotos aus dem Nachlass des Künstlers beinhaltet. Der heute gelaunchte online-Catalogue raisonné bildet über den Bestand des Museums hinausgehend alle bisher bekannten Zeichnungen des Künstlers sukzessive ab, so auch die in der Sammlung der Klimt-Foundation verwahrten Skizzen, Studienblätter und Zeichnungen.
Seit Jahrzehnten wird der Bestand zu Gustav Klimt in der Albertina systematisch erforscht und bearbeitet. In reger Ausstellungs- und Publikationstätigkeit fußt dies zunächst besonders auf der kuratorischen Arbeit und Forschung von Alice Strobl, die den wesentlichen Grundstein für die Klimt-Forschung innerhalb der Albertina legte und in den 1980er-Jahren erstmals ein vierbändiges Werkverzeichnis der Zeichnungen veröffentlichte. Auf dieser Basis führte ab den 1990er-Jahren Marian Bisanz-Prakken, die zunächst als enge Mitarbeiterin Strobls an der Erstellung des Werkverzeichnisses und vor allem der chronologischen Verortung der bis dahin größtenteils undatierten Blätter maßgeblich beteiligt war, die wissenschaftliche Erarbeitung des Bestandes durch weitere intensive Recherche-, Ausstellungs- und Publikationstätigkeit fort. In diese Linie reiht sich nun die Veröffentlichung einer digitalisierten Auflage des Werkverzeichnisses der Zeichnungen Gustav Klimts durch Elisabeth Dutz ein. Der online-Catalogue raisonné eröffnet mit der interaktiven Verknüpfung von Informationen – von wissenschaftlichen Texten bis zur Darstellung der Ausstellungsgeschichte einzelner Blätter – die Möglichkeit, neue Zusammenhänge zu erschließen und sichtbar zu machen. Er bildet damit die unerlässliche Basis für die weitere Forschung zum zeichnerischen Œuvre Gustav Klimts.
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