Gustav Klimt Ausstellungen 2022/23

© Klimt-Foundation, Wien

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»Golden Boy Gustav Klimt. Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse...«

Die Ausstellung »Golden Boy Gustav Klimt. Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse...«, die aktuell im Van Gogh Museum Amsterdam zu sehen ist, präsentiert das Malergenie Klimt im Kontext gleichgesinnter, internationaler Kunstschaffender. Gezeigt werden insgesamt 36 Werke des Jugendstilmeisters - Gemälde, Zeichnungen und Plakate - sowie rund 40 Arbeiten von Wegbereitern und Wegbegleitern, wie Vincent van Gogh, Auguste Rodin, Edward Munch, Henri Matisse, Henri Toulouse-Lautrec oder Claude Monet. Sie alle vereint der Wunsch nach Erneuerung, der radikale Bruch mit althergebrachten Konventionen und die Modernisierung der Kunst um die Jahrhundertwende. 

Die Klimt-Foundation stellt für diese einzigartige Schau drei wichtige Gemäldeleihgaben zur Verfügung:

Mädchen im Grünen (um 1898), ein feinsinniges Porträt von vermutlich Maria Ucicka, der Mutter von Klimts erstgeborenem Sohn Gustav Ucicky, das im Farbauftrag zugleich subtile impressionistische Anleihen, aber auch einen freien, nahezu expressionistischen Pinselstrich erkennen lässt.

Freundinnen I (Die Schwestern) (1907), ein Doppelporträt zweier mondäner Damen in Winterkostümen, das durch sein schmales Hochformat und die Komposition japanische Vorbilder erahnen lässt. Es handelt sich vermutlich um zwei der Wiesenthal Schwestern, deren außergewöhnliche und innovative Tanzaufführungen, etwa im berühmten Kabarett Fledermaus, Klimt mehrmals besuchte.

Die Braut (1917/18, unvollendet), jenes letzte Hauptwerk von Klimt, das neben Dame mit Fächer (1917/18, unvollendet) auf einer Staffelei in seinem letzten Atelier in der Feldmühlgasse 11 (Wien, Hietzing) nach seinem Tod zurückblieb. In dieser sinnlichen Allegorie gipfeln unterschiedliche Kunsteinflüsse in Klimts eigenständiger, unverwechselbarer Ausformulierung.

Darüber hinaus sind von Klimt etwa die Gemälde Porträt Emilie Flöge (1902/03, Wien Museum, Wien), Italienische Gartenlandschaft (1913, Kunsthaus Zug Stiftung Sammlung Kamm, Zug), Der goldene Ritter (Das Leben ist ein Kampf) (1903, Aichi Prefectural Museum of Art, Nagoya), Wasserschlangen II (1904, überarbeitet: vor 1908, Privatbesitz), Porträt Adele Bloch-Bauer II (1912, Privatbesitz) oder auch Irrlichter (1903, Privatbesitz) zu sehen.

Zu besichtigen ist diese Schau, die in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Galerie Belvedere entstand, in Amsterdam bis 8. Jänner 2023. Ab 3. Februar 2023 folgt eine adaptierte Präsentation in Wien.

© Klimt-Foundation, Wien

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Die gemeinnützige Klimt-Foundation stellte kürzlich, neben den genannten Gemälden, weitere Objekte aus der Stiftungssammlung auch für Ausstellungen in Italien zur Verfügung.

»Klimt. La Secessione e l'Italia«

In Rom (Museo di Roma/Palazzo Braschi) widmete sich die Schau »Klimt. La Secessione e l'Italia« [27.10.2021–27.03.2022] Klimt als Mitbegründer und 1. Präsidenten der Wiener Secession sowie dieser Vereinigung per se, den Italien-Reisen des Künstlers und seinen dort gewonnenen Eindrücken, aber auch italienischen Malern, die Klimt als ihr Vorbild auserkoren hatten.

»Klimt. L’uomo, l’artista, il suo mondo«

In der Schau »Klimt. L’uomo, l’artista, il suo mondo« [12.04.2022–24.07.2022] in Piacenza (Galleria d'Arte Moderna Ricci Oddi/XNL - Piacenza Contemporanea), die als adaptierte Weiterführung der römischen Ausstellung konzipiert worden war, standen die künstlerische Entwicklung des Meisters und natürlich das 2019 wiederaufgefundene Gemälde Bildnis einer Frau (Backfisch) (1910, überarbeitet: vor 1916/17, Galleria d'Arte Moderna Ricci Oddi, Piacenza) im Fokus.